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Begegnung mit der Harmonie
Er sah mich lange an und dann fragte er: „Wonach hast Du Sehnsucht?“ Ich musste eine zeitlang inne halten. Vielleicht war es sein Blick, der mir etwas sagte. Der mich schon berührt hatte bevor er die Frage gestellt hatte. „Nach Harmonie in der Größe“, gab ich zurück. Ich spürte einen leichten Luftzug an mir vorbei gleiten, sodass ich die Augen zusammenkneifen musste. Ich war erwartungsvoll und doch ruhig. Ich wollte wissen wie die Antwort ankam. Ich hatte noch nie mit einem weisen Menschen gesprochen. Er sagte nichts, es war wohl nicht seine Art. Also spürte ich den Wind weiterhin und versuchte zu verstehen, warum meine Gesichtsnervenzellen mir die Gewissheit von Wind gaben. „Also wo ist dein Problem?“, kam es nun doch aus seiner Richtung. Diesmal ohne einen Blick, einfach so. Und selbst jetzt hatte er mein Herz berührt. Ich musste auch ohne diesen Blick inne halten. Was er mir sagen wollte, war klar, was ich sagen sollte, war ein Rätsel, weil es so klar war. „Ich hab keines“, musste ich sagen. Es war keines da. Harmonie in der Größe und Größe in der Harmonie. Wo war mein Problem? „Es gibt keines.“, musste ich sagen. Ich spürte ihn immer noch an meiner Seite. Der Atem war so ruhig, dass ich ihn nicht mehr als Atem, sondern als Zustand wahrnahm. Der Luftzug wurde schwächer und meine Augen entspannten sich. Es gab kein Problem. Ich würde wachsen in größter Harmonie.
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